„Stell dir vor, es ist November 1989. In Berlin fällt die Mauer, die Welt blickt auf Deutschland, und mitten in diesem historischen Beben steht der Fußball vor einer ungewissen Zukunft. Während die Menschen auf den Straßen für Freiheit demonstrieren, kämpfen die Vereine der DDR-Oberliga um ihre nackte Existenz und den Sprung in den gesamtdeutschen Profifußball. Es war eine Zeit zwischen Euphorie und Ausverkauf, zwischen Flutlicht-Träumen in Belgrad und den brennenden Barrikaden von Leipzig. Wir fragen uns heute: Was blieb eigentlich vom ostdeutschen Fußball, als der Rasen nicht mehr geteilt war? “
Um diese Fragen zu beantworten, habe ich heute jemanden zu Gast, der die Geschichte des Fußballs nicht nur als Chronist, sondern auch mit dem Blick des Geografen und Historikers betrachtet, Jan Mohnhaupt. Jan Mohnhaupt, Jahrgang 1983, ist freier Journalist und Autor. Er studierte Geografie und Geschichte in Berlin und Wien und schreibt unter anderem für Spiegel Online, Die Zeit und das Fußballmagazin ballesterer. Nach Stationen im Ruhrgebiet und in Brandenburg lebt und arbeitet er heute in Magdeburg. Sein aktuelles Buch „Der geteilte Rasen“ ist im Verlag Die Werkstatt erschienen.
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Das Buch zur Folge: Jan Mohnhaupt: Der geteilte Rasen. Fußball in den Wendejahren 1989-1992. Verlag Die Werkstatt.
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Empfehlung: Der Film „Und freitags in die Grüne Hölle“ über die Fanszene von Union Berlin Ende der 80er.
- Der Dokumentarfilm: …und freitags in die „Grüne Hölle“ (YouTube/DEFA) – Der komplette Film über die Fanszene des 1. FC Union Berlin aus dem Jahr 1989.
- Autorenprofil beim Hanser Verlag: Jan Mohnhaupt bei Hanser (Informationen zu seinen weiteren Werken wie Der Zoo der Anderen).
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Journalistische Arbeit: Jan Mohnhaupt schreibt regelmäßig für große Medienhäuser. Seine Artikel findest du unter anderem hier: